
Der Pembrokeshire Coast Path

Ich bin dieses Jahr im Juli wieder mal alleine on Tour gewesen:
Nur ich und mein Rucksack!
Dabei war es die allererste Wanderreise, die ich komplett selbst organisiert habe. Ich war vom Pembrokeshire Coast Path hellauf begeistert, auch wenn davor und währenddessen viel zu organisieren war.
Wenn du auf dramatische Küsten, nette Menschen, gutes Essen, keltische Kultur abfährst und die innere Ruhe zu dir selbst finden möchtest, ist das genau das Richtige für dich!
Alles über meine komplette Route erfährst du hier.
Zu den Fakten des Fernwanderweges in Wales:
- Der komplette Weg ist 186 Meilen oder knapp 300 km lang
- Von Nord nach Süd die wilde Atlantikküste entlang:
Der komplette Weg geht von St. Dogmaels bis Amroth, du kannst aber auch von Süden starten oder nur einen Teil laufen
- Hauptsaison ist nur der August, idealer Reisemonat Juli;
wenig überlaufen, gute Busverbindungen, viel Sonne und die Sonne geht erst gegen 21:30 Uhr unter
- Bis zu 15 Tage solltest du für den kompletten Wanderwegeinplanen,da die Höhenunterschiede insgesamt wie einAufstieg zum Mount Everest gerechnet werden und duauch Zeit zum Genießen der Landschaft haben möchtest
- Wenn du gut organisiert bist und dich vorher wegen den Bussen informiert hast, brauchst du kein Auto
- Dich erwarten atemberaubende Küstenlandschaft, menschenleere Strände, aufregende Klippen, Pferde, Kühe, evtl. auch Robben, leckeres, gesundes Essen und vor allem aber auf die freundlichsten, hilfsbereitesten Menschen deines Lebens!
Meine Erfahrungen:
Gut ausgebautes Handynetz
Die Wege sind teils schlecht ausgeschildert. Ohne GPS-Uhr und Handy-Empfang wäre ich vermutlich oft aufgeschmissen gewesen. Glücklicherweise war der Handyempfang wesentlich besser als in Deutschland.
Die unberechenbaren Gezeiten
Noch dazu hatte ich die Gezeiten völlig unterschätzt, obwohl ich des Öfteren davon gelesen hatte. In Schottland und Irland hatte ich teils auch schon mit den Gezeiten zu tun, aber da war es im Vergleich zu Wales kaum bemerkbar. Vielleicht habe ich auch einfach einen schlechten Zeitpunkt erwischt, jedenfalls rate ich dir, dich vorab immer im Internet zu informieren, da manche Wege nur bei Ebbe passierbar sind.
Verständliches Englisch
Zumindest war die Verständigung kein Problem. Die Waliser sprechen perfektes Oxford-Englisch, auch wenn sie auf keinen Fall als Engländer bezeichnet werden möchten. Die Engländer haben die Waliser vor Jahrhunderten aus dem Süden von Wales vertrieben und die walisische Sprache samt Kultur für lange Zeit verboten.
Daher können nur die wenigsten überhaupt die walisische Sprache. Im Norden befinden sich mehr walisische Leute und Schilder als im Süden. Meist steht jedoch darunter alles in Englisch.
Das ist auch gut so, denn die zwei Sprachen haben nichts miteinander gemeinsam.

Ich musste auch feststellen, dass es generell nicht viele Unterkünfte gab, die auf dem Weg liegen.
Damit du noch besser vorbereitet bist als ich, habe ich hier ein paar
Tipps:
Unterkunft:
Frühzeitig Buchen/Planen!
Obwohl ich mehrere Monate zuvor sämtliche Unterkünfte gebucht habe, waren 80 % bereits ausgebucht.
Lage der Unterkünfte
Sucht euch eine Unterkunft, die in der Nähe einer Bushaltestelle ist, die eure Route fährt. So müsst ihr nicht täglich umziehen, könnt immer wieder die Route weiterlaufen und früh und abends entspannt den Bus nehmen.
Da ich pro Tag ca. 5 GBP insgesamt fürs Busfahren ausgegeben habe, ist das die einfachste Variante. Super für die Buslinie 387/388 im Sommer bietet sich für einen Aufenthalt von mehreren Tagen der Ort Pembroke Dock an. Dort gibt es genug Haltestellen und die Strecke führt direkt den Pembrokeshire Coast Path entlang. Zugegeben, es gibt idyllischere Orte, aber es gibt genug Pubs und Restaurants inklusive Supermärkte.
Bleibe mehrere Tage am gleichen Ort und spare Geld!
Da die meisten Unterkünfte gerade für Alleinwanderer ziemlich teuer in Wales sind (bis zu 100€ die Nacht mit kleinem Frühstück), wäre das auch ein Pluspunkt: Mehrere Übernachtungen kosten in der Regel auch weniger als jede Nacht woanders zu verbringen. Außerdem müsst ihr bestimmt auch mal eure Klamotten waschen und die werden nicht so schnell trocken. Die meisten meiner Sachen hingen zwei Nächte im Zimmer auf der Wäscheleine und waren manchmal immer noch leicht feucht.
Verpflegung:
Frühstück:
Entgegen meiner Erwartungen gab es meist leider kein Frühstück, das für Wanderer geeignet ist. Zuckerhaltige Müslis und Joghurts; meist nicht ausreichend. Die größte Portion ist immer das Full English Breakfast, das es teils auch vegetarisch gibt. Was für mich gewöhnungsbedürftig war, ist die Waliser Butter. Es ist nämlich eine Salzbutter und die wird auch zur Marmelade gegessen. Häufig ist jedoch keine Zeit für ein üppiges Frühstück, weil die Busse sehr bald fahren. Dazu aber unter Fortbewegung mehr.
Daher packe dir etwas Obst, Nüsse und die leckeren walisischen Kekse ein.

Mittagessen/Supermärkte:
Auf der Strecke findest du immer wieder Cafés, die teils wirklich leckeres und vor allem gesundes Essen anbieten. Berühmt sind die Pembrokeshire Kartoffeln, die nur in dieser Gegend angebaut werden. Natürlich steht auch viel Fisch auf der Speisekarte und der vermutllich beste Coleslaw meines Lebens!
Interessant war für mich auch, dass niemand Trinkgeld erwartet. Meist gibt es ein Sparschwein für den allgemeinen Service. Die haben sich total gefreut, wenn ich eine Kleinigkeit hineingeworfen habe.
Supermärkte gibt es leider weniger zu finden und wenn, dann anders, wie wir sie kennen. Ich würde es eher mit einem kleinen Tankstellen-Supermarkt vergleichen. Es war beispielsweise wirklich schwer, Bananen zu kaufen.
Abendessen:
Wenn du dir keine Gedanken wegen des Abendessens machen möchtest, achte einfach darauf, dass das Hotel gleichzeitig ein Restaurant ist. Das ist meistens der Fall. Teilweise kann es ansonsten schwierig werden, etwas Essbares zu finden, da viele Restaurants/Cafés bereits um 16:30 Uhr schließen. Je nachdem, wo du dich gerade befindest.
Außerdem wirst du nach einem langen Wandertag dankbar sein, wenn du einfach nur noch dein Zeug in das Zimmer legen und etwas vor Ort essen kannst 😉

Orientierung:
Wenn du dich nun fragst,wie ich mich orientiert habe,kann ich dir sagen,dass es nicht so einfach ist,den Coastal Path zu finden. Vor allem der Anfang ist immer schwer,wenn das Hotel eben nicht in der Nähe vom Weg ist. Da gab es teils Kilometer,bei denen ich kein einziges Schild gesehen habe.
GPS+Googlemaps:
Schau dir die Route genau an und versuche,dich so nah wie möglich zu dem Weg navigieren zu lassen. Ich hatte dafür eine GPS-Uhr von Garmin,auf der ich den kompletten Weg downloaden konnte und mein Handy für kurzes Navigieren vom Hotel zum eigentlichen Weg verwendet.
Frag dich durch!
Aber selbst das war nicht immer erfolgreich. Gelegentlich hat man keinen Empfang oder auch die Geräte irren sich. Manchmal hilft nur,selbst durch die Gegend zu laufen und seinem Instinkt zu vertrauen oder eben Einheimische nach dem Weg zu fragen. Manchmal sind die Waliser sogar ein ganzes Stück mit mir gelaufen,bis ich den Weg wieder gefunden hatte. Meiner Erfahrung nach funktioniert das am Besten an belebten Orten mit bekannten Stränden. Oft ist man aber ganz alleine da draußen,das kann wahnsinnig befreiend und gleichzeitig etwas überfordernd sein.
Nutze die Strände!
Wenn du bei Google Maps zumindest herausfinden kannst,wie der nächste Strand heißen soll,dann hangele dich einfach von Strand zu Strand. Das war die verlässlichste Orientierung. Und manchmal läuft man halt eben mal nicht den idyllischen Weg und findet nur Gras oder Straße. Dann ist das eben so,irgendwann ist man wieder auf der richtigen Route und freut sich wie verrückt wieder richtig zu sein!
Nutze die Wegweiser!
Wenn man wieder auf dem richtigen Weg ist,sieht man plötzlich nur noch die Schilder und fragt sich,wo die denn die ganze Zeit gesteckt haben. Dann kann man sich kaum noch verlaufen.Für alle die jetzt denken:Das schaffe ich ja nie alleine! Ich kann euch beruhigen: Der Instinkt wird mit jedem Tag besser. Bereits am dritten Tag hatte ich kaum noch Probleme wieder den Beginn des Weges zu finden und ich gehöre eher zur Kategorie:Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn;)

Verschiedene Wanderschilder:
Die Eichel ist das wichtigste Symbol für dich!


Gepäck:
Pack nicht zu viel ein!
Ich weiß,man bekommt das immer gesagt,wenn es um Backpacking geht,aber dieses Mal musste ich am eigenen Leib spüren,wie es sich anfühlt,wenn man wirklich zu viel dabei hat…
Vorbereitung!
Ich habe zu Hause meinen Rucksack gewogen und den Fehler gemacht,das Handgepäck nicht mit zu wiegen. Ich dachte mir,das bisschen kann ja nicht so viel sein. Auch war mein zusätzlicher kleiner Wanderrucksack zu sperrig,wenn ich mit allem weiterwandern musste. Und zur Krönung hatte ich noch 5 Liter Wasser im Schlepptau,dass ich auch ja nicht verdurste.
Das Ende vom Lied war,dass ich am ersten Tag fast 19kg auf dem Rücken hatte und ausgerechnet die erste Etappe war natürlich total steil und anstrengend. Noch dazu war es außergewöhnlich sonnig,sodass ich auch noch nicht wusste,wohin mit den ganzen Jacken,die ich vorsichtshalber am Morgen angezogen hatte.
Es war ein Dilemma: Ich musste die ganzen Klamotten anbehalten,weil plötzlich eben nicht mehr alles in den Rucksack passte und ich war zugegeben der Verzweiflung nahe,als ich früh starten wollte und nicht alles hineingepasst hat. Immer wieder ist irgendwas von außen am Rucksack hinuntergefallen. Noch dazu war es regnerisch und ich hatte die ersten Kilometer nicht den Hauch einer Ahnung wo der eigentliche Wanderweg sein sollte.
Wanderstöcke nicht vergessen!
Ohne meine Wanderstöcke hätte ich vermutlich keine 5 Kilometer am ersten Tag geschafft. Dadurch kannst du dir enorm viel Kraft sparen und hast außerdem wesentlich mehr Sicherheit beim ständigen Auf und Ab mit dem schweren Rucksack.
Rucksack richtig packen!
Auch beim Packen solltest du darauf achten, dass du nicht zu viel in den Kopfteil packst. Ich neige immer dazu, die wichtigen Sachen dorthin zu verstauen, damit ich schnell ohne Probleme rankomme.
Wenn das aber zu viel ist, dann wirst du spätestens bei starkem Wind bei den Klippen feststellen, dass das keine gute Idee war. Ich wurde an windigen Tagen stark Richtung Klippe gezogen und musste höllisch aufpassen, weil die Wege teils nur einen halben Meter entfernt vor dem Abgrund sind. An Umpacken ist auch nicht bei 120 km/h zu denken, wenn du nicht die Hälfte deiner Sachen im Wind verlieren möchtest;)

Hier dafür eine Liste von Dingen, auf die ich nicht hätte verzichten wollen: (als Pdf-Datei zum Download)
- stabile Wanderstöcke – denke dran, dass die Traglast deutlich höher sein muss, als dein Gewicht! Mit dem schweren Rucksack und dem Abstützen bergauf klappen euch sonst die Wanderstöcke ein!
- tragbare Wäscheleine (meine war einrollbar und bis zu 10 Meter lang, du brauchst ordentlich Platz, dass du auch die Sachen auslüften kannst!)
- Rei in der Tube sowie Merinohandwaschmittel,
- Merinounterwäsche (1 Leggings und 2 T-Shirts)
- 3 Merino T-Shirts zum drüber ziehen
- 5 bequeme Unterhosen
- 1 dünne Merinowolljacke + 1 weitere dünne Jacke
- 1 dickere Jacke
- 2 zusätzliche Paare Wandersocken
- 1 Paar Socken zum drunter ziehen um Blasen zu verhindern
- Regenjacke und Regenhose
- 1 Sport-BH (trocknet schnell) und 1 Merinowolle-BH
- 1 bequeme Jogginghose für abends
- lange Schlafsachen
- 1 Halstuch, 1 Kopftuch gegen Sonne und Wind, Sonnencreme
- 2 bequeme Wanderleggings
- 1 tragbarer Akku
- Kamera, Handy, GPS-Uhr
- 2-3 Liter Wasser, kleine Snacks (Banane, Kekse, etc)
- Blasenpflaster (in allen Größen und Formen von Compeed und normale Pflaster mit Silberpartikel für eitrige Wunden)
- Schmerztabletten
- Physiotape zum Stabilisieren vom Fußgelenk und Fußgelenksbandage im Falle eines Umknickens
Im Nachhinein hätte das vermutlich schon fast ausgereicht. Ich hatte weit über das Doppelte dabei und habe auf der Reise innerhalb von 10 Tagen zweimal meine Klamottenauswahl verkleinert.
Trinken:
Menge:
Das Wasser ist logischerweise Trinkwasser, schmeckt aber schon stark nach Chlor. Am ersten Tag habe ich noch fünf Liter mit mir herumgeschleppt.
Ab Tag 2 bei nur drei Litern, die völlig ausgereicht haben und das, obwohl ich durchschnittlich im Alltag mindestens 3 Liter pro Tag trinke.
Die Höchsttemperaturen sind um die 20 Grad im Sommer und der Wind ist meist präsent, was es um einiges kühler erscheinen lässt. So hatte ich automatisch schon mal 2kg weniger auf dem Rücken.
Es gab auch mindestens 2x pro Tag Möglichkeiten in Cafés oder Restaurants etwas zu trinken zu kaufen.
Trinkblase ja oder nein?
Ich habe zum ersten Mal eine Trinkblase mit 3 Litern ausprobiert. So ganz überzeugt davon war ich nicht. Ich hatte am Morgen immer das Problem, dass ich in einem Miniwaschbecken die Trinkblase dreimal komplett mit Wasser durchspülen musste, dass es nicht komplett nach Plastik schmeckt. Das gab immer eine riesige Sauerei. Dazu kam dann noch das Problem, dass der Schlauch durch das andere Zeug ständig geknickt war und dann trotzdem nur wenig Wasser herauskam.
Als dann noch einmal am Tag der Rucksack im Sand umgekippt ist und mein Mundstück trotz geschlossener Kappe immer voll Sand war, hatte ich gar keine Lust mehr daraus zu trinken…das einzig Praktische war, dass man, wenn alles geklappt hat, den Rucksack eben nicht absetzen musste und gleich daraus trinken konnte.
Fortbewegung:
Logisch, die meiste Zeit wird du zu Fuß unterwegs sein, jedoch bist du auch manchmal auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Zugegeben, die Verkehrsmittelanbindungen könnten besser sein und ohne sich vorher genau zu informieren, wirst du häufig auf ein Taxi angewiesen sein.
Busse:
Meist sind es kleine Küstenbusse mit bis zu 10 Sitzplätzen. Die sind auch völlig ausreichend. In Städten wie Pembroke gibt es auch normale Busse. Das ändert aber nicht viel an der Häufigkeit der Fahrzeiten. Die fahren hier nur wenige Male am Tag.
Busfahren im Süden (von Amroth bis Pembroke Dock)
Ab dem 24. Mai bis Ende September ist Hauptsaison und es fahren täglich Busse. In den restlichen Monaten wirst du kaum ohne Auto zurecht kommen können, da manche Busse nur Donnerstag und Samstag fahren. Über die aktuellen Busverbindungen informierst du dich am Besten unter Bus Routes – List Coastal Buses – Pembrokeshire County Council.
In der Hauptsaison fährt der Bus dreimal am Tag die gleiche Route immer wieder mit ein paar kleinen Abweichungen. Der letzte Bus fährt meist schon am späten Nachmittag ab, daher rate ich dir, den ersten Bus früh zu nehmen, sonst hast du keine Chance den Bus zurück zu erwischen und bist auf das Taxi angewiesen.
fflecsi Busse
Busfahren im Nordwesten (Haverfordwest bis Fishguard)
Hier gibt es einen Kleinbus, der über die App fflecsi als eine Art Sammelbus per Bestellung gebucht werden kann. Die Fahrpreise sind genauso günstig wie bei den anderen Bussen.
Plane genug Zeit ein!
Das einzige Problem ist,dass man keine genauen Fahrzeiten hat,nur ungefähre Abholzeiten an den gebuchten Treffpunkten. Es sind gewisse Zeiträume verfügbar,die man buchen kann, wenn man den Treffpunkt zur Abholung eingibt. Nach der Buchung erhältst du eine SMS in dem die ungefähre Zeit steht,meist plus/minus 15 Minuten.
Denke an die Rückfahrt!
Wenn du bereits im Bus bist und auch eine Rückfahrt buchen musst, sprich gleich mit dem Busfahrer im Bus, für den Fall,dass du noch einen Anschlussbus oder Ähnliches erwischen musst. Gerade gegen Abend kann das sonst schwierig werden. Bei mir hat er sich immer danach gerichtet, dass auch alle ihre Anschlüsse erreichen konnten. Oder auch,wenn es etwas später werden sollte. Der letzte Bus fährt meist bereits gegen 17:30 Uhr.
Aktiviere deinen Standort!
Du kannst auch deinen Standort beim Handy anschalten, der ist mit deiner Buchung verknüpft. So sieht der Busfahrer über sein Handy, wo du dich gerade aufhältst und du musst nicht extra zum Abholpunkt laufen, der manchmal gar nicht so leicht zu finden ist. Ich habe mich einmal auch total verlaufen und hätte es nie rechtzeitig zum eigentlichen Abholpunkt geschafft. Das war mit dem Standort überhaupt kein Problem. Hätte ich den nicht aktiviert, wäre der Busfahrer direkt an mir vorbei zum Treffpunkt gefahren und ich hätte den Bus verpasst. So hat er einfach direkt neben mir gehalten und mich einsteigen lassen.
Gratis Tourguide:
Die Busfahrer sind übrigens total nett. Sie fragen immer sofort nach dem Vornamen und die meisten unterhalten sich liebend gerne mit dir! Sie geben Tipps für nette Cafés, helfen bei Fragen weiter und warten auch mal ein paar Minuten auf dich, solltest du dich beim Abholpunkt verspäten. Ich hatte das Glück auf Gordon zu treffen. Er ist der Busfahrer der Linie 388 und ich habe ihn wirklich lieb gewonnen. Er hat mir so viel über das Land und die Leute erzählt, er war quasi wie ein Touristenführer. Da die meisten nur einen Busfahrer für die gleiche Linie haben, wirst du morgens den selben Busfahrer wie am Abend haben.
Züge:
Überprüfe immer,ob du nicht vielleicht auch den Zug nehmen kannst. Dadurch bist du viel flexibler. Züge sind vor allem am Abend praktisch,da sie wesentlich länger fahren als die Busse. Erfahrungsgemäß haben viele kleine Ortschaften einen Bahnhof. Besonders im Süden von Wales ist mir das aufgefallen. Die Zugpreise sind meist genauso billig wie das Busfahren. Am Einfachsten geht die Buchung über die App Trainline.
Nutze die Railcard-Angebote!
Für alle die zwischen 16 und 30 Jahrealt sind oder nicht alleine verreisen und mit dem Zug durch das Land reisen,dürfte auch die Railcard interessant sein.
Hier gibt es verschiedene Angebote,die ähnlich wie die Bahncard funktioniert. Den Preis hast du eigentlich schon drin und zusätzlich gespart, wenn du, wie ich von London nach Wales hin und zurück fährst.
Die Railcard kannst du auch über die App Trainline kaufen, so hast du sie gleich bei deinen Tickets.
Der einzige Nachteil beim Zugfahren könnte sein, dass die Bahnhöfe nicht so schön zentral liegen wie die Bushaltestellen. Aber hey, auf die 2-3 Kilometer am Tag kommt es meist dann auch nicht mehr an;)
Ich wurde sogar am ersten Tag vom Bahnhof im Auto von einer Dorfbewohnerin in Kilgetty mitgenommen und vor meinem Hotel abgesetzt, da ich vom Regen überrascht wurde. Also auch da: Einfach lieb fragen, die Waliser helfen gerne!
Taxis:
Taxis kommen nur an belebte Orte!
Sonntag ist auch für die Taxifahrer Ruhetag!
Habe immer genug Bares dabei!
Frage nach einer Notfallnummer!
Nimm Hilfe an!
Oder aber du fragst gleich die Waliser,ob sie dich ein Stück in ihrem Auto mitnehmen können. Die meisten Leute bieten das sowieso von sich aus an und sind die hilfsbereitesten Menschen,die ich je kennenlernen durfte. Am Anfang kostet es etwas Überwindung und es ist schwer,nicht misstrauisch zu werden,da wir Deutsche nie auf die Idee kämen fremde Personen einfach mitzunehmen. Aber mit jedem Tag mehr erfährt man überall so viel Gastfreundschaft,dass man irgendwann die kleinen Hilfen mit großer Dankbarkeit und Freude einfach annimmt.
Puffertage
Plane auf deiner Route mindestens 1-2 Puffertage ein.
Ich habe beispielsweise gleich für die geplante Strecke am ersten Tag einen Puffertag genutzt. Das ist auch meistens so, da man sich erstmal zu recht finden muss und am Anfang die Wahrscheinlichkeit des Verlaufens viel höher ist als zum Ende hin. Es wird nicht immer alles so funktionieren, wie du dir es vorgestellt hast.
Mache dich vorher mit den Möglichkeiten vor Ort vertraut
Recherchiere vorab, was dich in einer Umgebung alles interessiert und wenn du ein paar Dinge gefunden hast, plane lieber einen Tag mehr ein.
Achte jedoch darauf, dass du gute Verkehrsmittelanbindungen hast, sodass du im Falle, dass alles gut gehen sollte und du nicht auf den Puffertag angewiesen bist, einfach weiterwandern kannst ohne das Hotel wechseln zu müssen.
Vielleicht stellst du auch erst vor Ort fest, dass dich ein Ort mehr fasziniert und du gerne länger dort bleiben möchtest. So war das bei mir mit Tenby. Dann habe ich noch erfahren, dass man auch Delfin und Walbeobachtungen machen kann. Das wollte ich mir auch nicht entgehen lassen. Da waren meine zwei Puffertage gleich aufgebraucht.
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Ein Kommentar
sparesbosch.ru
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